Weltschimpansentag: Biodiversität im Regenwald

Greiner AG

Unter anderem durch die weitläufige Verteilung der einzelnen Baumarten entstand in den tropischen Regenwäldern insgesamt die größte Artenvielfalt der Erde. Obwohl sie nur noch 7 % der Erdoberfläche bedecken, befinden sich dort nach verschiedenen Schätzungen zwischen 40 % und mehr als 70 % aller auf der Erde lebenden Arten, das sind möglicherweise mehr als 30 Millionen Tier- und Pflanzenarten.

Schimpansen und Biodiversität

Zu den Bewohnern im Regenwald zählen auch Schimpansen, die dort ebenso wie in Savannen in Großgruppen leben. Schimpansen und Menschen sind sich sehr ähnlich: Rund 99% Übereinstimmung ergibt der DNA-Vergleich. Während die Menschheit immer weiter anwächst, sind die letzten unserer freilebenden Verwandten durch Waldrodungen, Wilderer und illegalen Handel akut vom Aussterben bedroht. Die Bestände der Schimpansen haben in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen.

Für das Gleichgewicht der Natur ist das Artensterben – und so auch die Gefährdung der Schimpansen - ein großes Problem. Die Vielfalt an Tieren in einem Ökosystem trägt dazu bei, dass diese robuster wird. Ebenso problematisch ist es, wenn es von einer Art zu wenige Individuen in einem Ökosystem gibt. Wenn sich nur wenige Mitglieder einer Art untereinander fortpflanzen, ergibt sich eine geringe genetische Vielfalt. Dadurch sind sich die Individuen einer Art sind sich zu ähnlich, um gut gegen Gefahren gewappnet zu sein. Eine Krankheit etwa könnte eine kleine Population mit einer ähnlichen genetischen Ausstattung schneller auslöschen. In einer größeren Gruppe ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein Mitglied zufällig einen Abwehrmechanismus gegen die Krankheit entwickelt hat. Auch bei Umweltkatastrophen wie dem Klimawandel überleben größere Populationen eher als kleine.

Welt-Schimpansen-Tag

Am 14.7. findet der Welt-Schimpansen-Tag statt. An diesem Tag wird die Einzigartigkeit unserer nächsten Verwandten gefeiert, aber auch auf ihre große Bedrohung aufmerksam gemacht. Den Welt-Schimpansen-Tag gibt es erst seit 2018 – und doch geht er auf ein denkwürdiges Datum fast 60 Jahre früher zurück: Am 14. Juli 1960 betrat die berühmte Forscherin Jane Goodall erstmals das Gebiet des heutigen Gombe-Nationalparks in Tansania, um das Verhalten der Schimpansen zu erkunden.

Was unternimmt Greiner?

Ein Schimpansenkind als Symbol

Wir als Greiner setzen uns für den Schutz von Tier- und Pflanzenarten ein.  Mit unserer Patenschaft eines Schimpansenkinds in Uganda unterstützen wir das Jane Goodall Institute Austria. Das Jane Goodall Institute Austria engagiert sich insbesondere auch in der Aufforstung, um Artenvielfalt, Grundwasserspiegel und Klimaregulation zu sichern. In den Schutzstationen Tchimpounga im Kongo, Chimp Eden in Südafrika und auf Ngamba Island in Uganda finden traumatisierte, kranke und halb verhungerte Schimpansen ein neues Zuhause.  Mit unserer Unterstützung können wir in einem Gebiet helfen, in dem wir selbst direkt keinen Einfluss nehmen können. Die Arbeit des Jane Goodall Institute deckt sich mit unseren Werten und wir sind sehr froh, einen Beitrag zum Schutz der Schimpansen und ihres Lebensraums leisten zu können.

Unsere Schimpansenpatenschaft steht symbolisch für die Unterstützung der Artenvielfalt im Regenwald und den Schutz der Natur. Durch die Patenschaft erhält das Schimpansenkind Futter, medizinische Versorgung sowie Betreuung und kann somit ein sorgloses Leben führen. Der tropische Regenwald ist für unseren Planeten äußerst wichtig: Der Regenwald nimmt Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre auf und wirkt deshalb wie eine kühlende Klimaanlage der Erderwärmung entgegen.  Der Klimaschutz ist ein Ziel unserer Greiner „Blue Plan“ Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die Unterstützung der Schimpansen und des Regenwalds, in dem sie leben, kann somit auch die Erderwärmung ein Stück eingedämmt werden.